Geschichte der Feuerwehr Westenholz

Wir über uns

Die Freiwillige Feuerwehr Westenholz wurde am 02.November 1948 im damaligen „Lönskrug“ gegründet. Auf dieser Versammlung war seinerzeit der Unterkreisbrandmeister Frieling (Ostenholz) anwesend, dieser sprach zu den Gründungskameraden über das Thema „Zweck und Ziel der Freiwilligen Feuerwehr“.

Zum Gemeindebrandmeister wurde von den Gründungsmitgliedern Otto Benje vorgeschlagen; dieser wurde am 21.Juli 1949 vom Gemeinderat für 6 Jahre gewählt. Der Wehrführung gehörten Willi Hohls als Gerätewart und Willi zum Berge als Schriftführer an.

Da es in der Ortschaft noch keine Sirenen zur Alarmierung der Feuerwehrleute gab, wurden Feuermeldestellen bei den Kameraden Otto Benje, Friedel Helberg, Willi zum Berge und beim Bürgermeister Heinrich Biermann eingerichtet. Zur Alarmierung wurde damals schon das heutige, von der Sirene bekannte Alarmsignal (drei lange, aufeinanderfolgende Töne) verwendet. Dieses Signal wurde auf einem kleinen Feuerhorn geblasen; in jeder Feuermeldestelle befand sich so ein Horn.

Zur damaligen Zeit gab es noch kein Feuerwehrgerätehaus, die von der Pflichtfeuerwehr übernommene Handdruckspritze wurde aus diesem Grund auf Stöckmanns-Hof (Clasen) in einem Anbau am Backhaus untergestellt.

Vom 20. bis 26.März 1949 nahm Brandmeister Otto Benje an einem Grundlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Celle teil.

In der Versammlung am 05.Juni 1949 wurde Siegfried Gärtner zum Stellvertreter des Gemeindebrandmeisters gewählt.

Per 01.November 1949 trat die Feuerwehr Westenholz der damaligen „Feuerwehr-Unfall-Zusatzkasse“ bei; der Beitrag pro Mitglied betrug damals monatlich 10 Pfg für jeden Kameraden.

Zum Aufbau des Feuerschutzes wurden im Januar 1950 von der Gemeinde Westenholz 750,00 DM bereitgestellt; angeschafft wurden hierfür 2 Waldbrandlöscher, 4 Längen C-Schläuche (je 10!! m), 10 Feuerpatschen und 1 Kübelspritze. Die damals noch verwendeten Signalpfeifen wurden von den Kameraden selber bezahlt.

Das erste richtige Feuerwehrgerätehaus sollte in den 50er Jahren in Höpers Wiese gebaut werden. Hierzu erteilte der Landkreis am 15.September 1951 die Baugenehmigung; dieser Bau wurde jedoch nie errichtet. Sicherlich war dies mit ein Grund, warum die Aktivitäten der Westenholzer Feuerwehr in den Folgejahren zurückgingen.

Um 1955 wurde das Amt des Gemeindebrandmeisters von Siegfried Gärtner übernommen, zusammen mit Kurt Heuer aktivierte er wieder den übungsdienst.

Als die Westenholzer Feuerwehr im Jahr 1957 zum Brand auf das Anwesen der Familie Birkholz in das Westenholzer Bruch gerufen wurde, überstand die Handdruckspritze, die am Unimog von Hans-Heinrich Hoops angehängt war, diese Einsatzfahrt leider nicht. Aus diesem Grunde wurde 1958 ein TSA Tragkraft-Spritzen-Anhänger (TSA) mit Tragkraftspritze (TS 8/8) beschafft. Diese TS 8/8 ist auch heute noch im Besitz der Westenholzer Feuerwehr und steht uns als „Reserve - TS“ zur Verfügung.

Der TSA wurde in der neuen Scheune auf Stöckmanns-Hof untergestellt, bis 1959/60 endlich ein Feuerwehrgerätehaus in Westenholz gebaut wurde.

Im Jahr 1961 wurde Hans-Heinrich Hoops Gemeindebrandmeister.

1962 wurde auf dem Westenholzer Feuerwehrgerätehaus eine elektrische Sirene zur Alarmierung der Feuerwehr errichtet.

1964 wurde Siegfried Gärtner Stellvertretender Gemeindebrandmeister. Unter der Führung der beiden Kameraden nahm die Westenholzer Feuerwehr in den Folgejahren erstmalig an den Feuerwehrwettbewerben teil.

1970 wurde Willi Heuer Gemeindebrandmeister; auf Grund seines Wohnortwechsels wurde dieses Amt 1971 wieder von Hans-Heinrich Hoops übernommen.

Am 10.März 1972 kauft die damals noch selbständige Gemeinde Westenholz ein neues Tragkraft-Spritzen-Fahrzeug mit Trupp-Besatzung (TSF-T) auf VW T2 Fahrgestell; der TSA wurde an die Feuerwehr Riepe verkauft. Vor dem Inkrafttreten der Gebietsreform (1974) und somit der Eingemeindung nach Walsrode wurde im Jahr 1973 noch einmal im umfangreichen Maße persönliche und technische Ausrüstung beschafft.

Im Winter 1976/77 wurde eine von den beiden bis zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Fahrzeug-Einstellboxen zu einem Unterrichtsraum hergerichtet. Die Arbeiten hierzu wurden von den Kameraden unter der Leitung von Siegfried Daginnus in Eigenleistung ausgeführt, das Baumaterial konnte größtenteils auf Kosten der Stadt Walsrode beschafft werden.

Im November 1977 musste Siegfried Daginnus das Amt des Stellvertretenden Ortsbrandmeisters wegen seines beruflich bedingten Auslandsaufenthaltes aufgeben. Als sein Nachfolger wurde von den Kameraden Klaus Gärtner gewählt.

Am 13.November 1981 wurde von der Westenholzer Feuerwehr ein TSF auf Ford-Fahrgestell von der Feuerwehr Hünzingen übernommen. Das Westenholzer TSF-T wurde zum gleichen Zeitpunkt an die Feuerwehr Vethem übergeben. Später wurde es noch bei der Feuerwehr Benzen eingesetzt, bis es dort am 13.September 1995 ausgemustert wurde.

Nach langjährigen Bemühungen von Hans-Heinrich Hoops für einen An-/Erweiterungsbau begannen hierfür die Arbeiten am 04.September 1982. Dieses Ereignis konnte er jedoch wegen seines viel zu frühen Todes nicht mehr miterleben.

Der Anbau wurde bereits am 23.September 1982 gerichtet, die Einweihung folgte am 04.November 1983 mit einem Sektempfang im erweiterten Feuerwehrhaus und anschließendem Spanferkelessen.

In der Jahreshauptversammlung am 07.Januar 1983 wurde Klaus Gärtner zum Nachfolger des verstorbenen Ortsbrandmeisters Hans-Heinrich Hoops gewählt; Siegfried Daginnus wurde wieder Stellvertretender Ortsbrandmeister.

1983 wurde auf der Scheune von Diethelm Mangels die zweite Sirene für die Westenholzer Feuerwehr errichtet.

Am 01.Februar 1985 wurde Hans Heuer Stellvertreter von Klaus Gärtner.

Ende 1985 wurden die Sirenen in der Ortschaft Westenholz auf Funkalarmierung umgestellt; der erste funkgesteuerte Probealarm war am 01. Februar 1986.

Ein Höhepunkt für die Feuerwehr Westenholz war der 25.Juli 1995: an diesem Tag wurde das neue TSF auf VW LT 31-Fahrgestell ausgeliefert; dieses wurde von den Kameraden Rolf Bennien und Sascha Mende zusammen mit den Fahrzeugen der Feuerwehren Benzen und Vethem von der Firma Ziegler aus Rendsburg abgeholt.

Offiziell wurde dieses Fahrzeug von der Stadt Walsrode am 13.September 1995 an die Westenholzer Feuerwehr übergeben.

Am 01.Februar 2001 trat Sascha Mende die Nachfolge von Hans Heuer als Stellvertretender Ortsbrandmeister an.

Am 12.Januar 2007 endete die 4. Amtszeit von Klaus Gärtner als Ortsbrandmeister. Er trat nicht wieder zur Wahl an. Als sein Nachfolger wurde Björn Fabisch gewählt.

Sascha Mende wurde als stellvertretender Ortsbrandmeister wiedergewählt.

Am 08.Januar 2010 wurde die Feuerwehr Westenholz dann erstmals mit schweren Atemschutzgeräten (Preßluftatmern) ausgestattet. Es wurden zwei Geräte und zwei Ersatzflaschen beschafft. Mit diesen Geräten ist es nun möglich, z.B. in brennende Gebäude vorzudringen um von dort aus einen Löschangriff einzuleiten.

Im Juli 2012 wurden die ersten Digitalen Meldeempfänger an die Feuerwehr Westenholz übergeben und es wurde der Probebetrieb parallel mit den analogen Funkmeldeempfängern aufgenommen. Die digitalen Meldeempfänger sollen in absehbarer Zeit die analogen Melder ersetzen.

Am 11.Januar 2013 endete die erste Amtszeit von Björn Fabisch als Ortsbrandmeister. Er wurde für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Am gleichen Tag endete die zweite Amtszeit von Sascha Mende als Stellvertretender Ortsbrandmeister, er trat nicht wieder zur Wahl an. Als sein Nachfolger wurde Jan Daginnus gewählt.

Im März 2013 wurde der Testbetrieb mit den Digitalen Meldeempfängern abgeschlossen, es wurden acht weitere Geräte an die Feuerwehr Westenholz übergeben. Die analogen Funkmeldeempfänger wurden außer Dienst gestellt.